Die Jet Affäre mit Thailand

Kronprinz Maha Vajiralongkorn  Nach dem das Flugzeug von Thailands Kronprinz Maha Vajiralongkorn auf Antrag des Insolvenzverwalters der Walter Bau AG gepfändet worden war kam es fast zur einer diplomatische Krise zwischen Thailand und Deutschland, sogar der Außenminister Kasit Piromya wurde in Berlin Vorstellig.

Bei dem Streit ging es um 30 Millionen Euro die der Thailändische Staat der inzwischen Insolvent gegangenen Firma Walter Bau schuldete.

Die Baufirma war in den achtziger Jahren am Bau einer Gebührenpflichtigen Straße in Bangkok beteiligt, das Projekt war allerdings kommerziell nicht erfolgreich, und die Regierung hielt sich nicht an die Abmachungen.

Ein internationales Schiedsgericht sprach deshalb der Walter Bau eine Millionenentschädigung zu, die aber bisher von Thailand nicht bezahlt wurde.


Auf dem Höhepunkt der Affäre wurde deshalb am 12. Juli die Boeing des thailändischen Kronprinzen am Münchner Flughafen beschlagnahmt. Der 58-jährige einzige Sohn des Thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej wollte seine Pilotenausbildung auf dem 16-Jahre alten Flugzeug vertiefen und Nebenbei macht er dabei eine Deutschland-Sightseeing-Tour.

Die Regierung von Thailand beharrte auf dem Standpunkt dass die Maschine dem Prinzen persönlich gehöre und deshalb nicht in den Streit zwischen dem Staat und Walter Bau hineingezogen werden könne. Ein deutsches Gericht wollte die Eigentumsverhältnisse klären lassen und die Maschine bis dahin nur gegen Hinterlegung einer Summe von 20 Millionen Euro freigeben.
Das verweigerte allerdings die Regierung in Bangkok.

Nun ist Bewegung in die Sache gekommen nach dem der Kronprinz der seinen Ruf als gefährdet sah und das Flugzeug aus eigener Tasche auszulösen wollte.

Der Kronprinz solle damit nicht belastet werden, betonte die Regierung einen Tag später, und hat endlich eingelenkt und wird die vom Gericht verlangten 20 Millionen Euro Sicherheitsleistung hinterlegen, das kündigte der scheidende Außenminister Kasit Piromya an.

Der scheidende Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva betonte nach Zeitungsberichten, die ganze Sache solle die guten Beziehungen zwischen Thailand und Deutschland nicht belasten.

Update vom 09 08 20101
Laut einer Meldung der der Deutschen Presse-Agentur soll die thailändische Regierung eine Leistung erbracht haben, aufgrund derer die gepfändete Boeing 737 des Kronprinzen freigeben werden konnte. Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Werner Schneider bestätigte am Dienstag, dass die Maschine für den Prinzen wieder verfügbar sei, machte aber keine näheren Angaben.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*